Ausgangspunkt der Arbeiten sind gefundene Materialien, die im Atelier gesichtet, vereinzelt und in neue Zusammenhänge überführt werden. Ruth Ohlig-Kiesel entwickelt daraus Anordnungen, in denen sich die Eigenart des einzelnen Elements im Verhältnis zur Wiederholung entfaltet. Durch Reihungen, Raster und geometrische Setzungen entstehen Strukturen, die das organisch Gewachsene in eine neue, klare Form überführen.
Dabei bleibt das Material stets präsent: Seine Unregelmäßigkeit wird nicht aufgehoben, sondern in ein spannungsreiches Verhältnis zur gesetzten Ordnung gebracht. So entstehen Arbeiten, in denen sich individuelle Form und serielle Struktur gegenseitig bestimmen und sichtbar machen.



