Archive

Ein Teil der Arbeiten ist von dem Wunsch getragen, Gefundenes zu sichern und in eine dauerhafte Form zu überführen. Ruth Ohlig-Kiesel sammelt Materialien, die ihr im Alltag begegnen, und bringt sie in Konstellationen, in denen sie bewahrt und zugleich neu gefasst werden. Durch Einschluss, Rahmung oder Verdichtung entstehen Arbeiten, die Fragmente festhalten und ihnen eine neue Präsenz verleihen.

Diese Formen des Archivierens sind jedoch nicht neutral. Sie sind von einer persönlichen Auswahl geprägt und eng mit Erinnerung, Erfahrung und dem jeweiligen Moment des Findens verbunden. Das Material wird nicht nur konserviert, sondern in eine Form überführt, in der seine Geschichte als Spur weiterwirkt.

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